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Wer gewonnen hat... Die Gewinner des Klaus Tschira Preises für verständliche Wissenschaft 2007 sind: Die Preisträgerin im Fach Biologie Ihre Promotionsarbeit absolvierte Dr. Cristina Voss am Deutschen Krebsforschungszentrum unter der Anleitung von Prof. Martin R. Berger in Heidelberg. 2006 wurde sie mit „summa cum laude“ an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg promoviert. Im September 2006 begann Cristina Voss ihre Arbeit als Projektmanagerin bei der Heidelberg Pharma AG. In ihrem Wettbewerbsbeitrag „Riproximin: Schamanenpulver oder Krebsmedikament?“ beschreibt Cristina Voss spannend und anschaulich ihre Forschungsarbeit. Sie zeichnet den Weg von der Entdeckung der krebshemmenden Wirkung eines afrikanischen Pulvers bis zur wissenschaftlichen Auswertung der Forschungsergebnisse nach. Die Beschreibungen des Forschungsweges sind spannend und so geschrieben, dass der Leser der Wissenschaftlerin über die Schulter zu schauen meint. Er erlebt mit, wie Krebsforscher eine unkonventionelle Behandlungsmethode ernst nehmen und mit modernen wissenschaftlichen Methoden untersuchen. Die Preisträgerin im Fach Chemie Jacqueline Burré promovierte 2006 an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität am Institut für Biochemie mit „summa cum laude“. Ihre Dissertation mit dem Titel „Proteomanalyse synaptischer Vesikel und Charakterisierung neuer Proteine“ erarbeitete sie unter der Anleitung von Prof. Walter Volknandt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Charakterisierung von Botenstoffproteinen in Nervenzellen. Im Anschluss an die Promotion arbeitete Dr. Burré noch bis Ende 2006 als Postdoc an der Charakterisierung von Vesikelproteinen an der Frankfurter Universität, bis sie Anfang 2007 eine Postdoc-Stelle am Center of Neuroscience, Dallas der University of Texas, USA antrat. „Die Nadel im nervösen Heuhaufen“ lautet der Titel ihres mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2007 im Fach Chemie prämierten Textes. Jacqueline Burré beschreibt anschaulich und prägnant ihre komplexe Forschungsarbeit. Bildhaft führt sie den Leser in die geheimnisvolle Welt der Nervenzellen und Botenstoffe ein und macht Fachbegriffe Laien verständlich. Dabei versteht sie es, dem Leser die praktische Bedeutung der Forschung in kurzen, prägnanten Sätzen begreiflich zumachen. Der Preisträger im Fach Mathematik Seine Promotion absolvierte Sebastian Sager von 2002 bis 2006 an der Universität Heidelberg bei Prof. Hans Georg Bock. Seine Dissertation mit dem Titel „Numerical methods for mixed integer optimal control problems“ schloss er mit „summa cum laude“ ab. Im Anschluss an seine Doktorarbeit war der Forscher bis Anfang 2007 als Postdoc am Institut für Wissenschaftliches Rechnen in Heidelberg beschäftigt. Seit April 2007 arbeitet er als Postdoc am Forschungszentrum IMDEA-Mathematics in Madrid. „Von diskreten Mathematikern und Wanderungen im Gebirge“ lautet der Titel des prämierten Textbeitrages von Sebastian Sager. Er beschreibt anschaulich anhand von Alltagsbeispielen die allgemeine Relevanz seiner Forschung, die sich mit der Optimierung von Abläufen beschäftigt. In diesem Zusammenhang stellt er grundlegende Arbeiten verständlich dar und beschreibt, wie nicht nur ein einziges, sondern eine ganze Klasse von Problemen gelöst werden kann. Die Preisträgerin im Fach Neurowissenschaften Im Rahmen eines Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft promovierte sie von 2003 bis 2006 unter der Betreuung von Prof. Karl Gegenfurtner im Fachbereich Allgemeine Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Visual signals for smooth pursuit eye movements“ schloss Miriam Spering im September 2006 mit der Note „summa cum laude“ ab. Hierfür erhielt sie von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie den 1. Preis im Fachbereich Allgemeine Psychologie. Seit Oktober 2006 ist die Forscherin als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen tätig. Im Januar 2008 wird sie eine Postdoc-Stelle im Psychology Department der New York University (USA) antreten, um sich dort mit dem Einfluss von Aufmerksamkeit auf die bewusste und unbewusste visuelle Wahrnehmung zu beschäftigen. In ihrem Wettbewerbsbeitrag „Wenn das Gehirn am Steuer sitzt“ erklärt die Preisträgerin einen raffinierten Selbstschutzmechanismus des Gehirns. Sie schildert anschaulich, wie das Gehirn mit visuellen Störeinflüssen zurechtkommt. Dabei verwendet Miriam Spering alltägliche Beispiele und verzichtet auf Fachausdrücke. Der Preisträger im Fach Physik Von 2002 bis 2005 promovierte Dirk Notz als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes am Institute of Theoretical Geophysics der Universität Cambridge, Großbritannien. Seine Dissertation mit dem Titel „Thermodynamic and Fluid-Dynamical Processes in Sea Ice“ schloss er bei seinem Doktorvater Prof. Grae Worster mit Auszeichnung ab. Seit 2005 ist der Nachwuchswissenschaftler Gary-Comer-Fellow for Abrupt Climate Change am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und wird dort ab 2008 die Nachwuchsgruppe „Meereis im Erdsystem“ leiten. In seinem prämierten Textbeitrag „Das Ende der Eis-Zeit?“ stellt Dirk Notz hochinteressante Ergebnisse zur Dynamik des Klimawandels journalistisch spannend dar. Theorie und Praxis werden leicht verständlich und packend vermittelt, so dass auch dem Laien die Bedeutung der Forschung bewusst wird. Reden zu Preisverleihung:
Die Sonderveröffentlichung
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der wissenschaft plus enthält die Originalbeiträge der Preisträger 2007, sowie Informationen über
die Klaus Tschira Stiftung.
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